27.11.2020

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Seit fünf Monaten herrscht wegen Corona tote Hose in den Puffs. Europas größtes Bordell, das Kölner „Pascha“, hat das nicht überlebt und stirbt den Corona-Tod. Das „Pascha“, das einst Millionen-Umsätze machte und in dem 120 Frauen täglich anschafften, hat am Dienstag beim Amtsgericht Köln Insolvenz angemeldet.
Sex-Arbeiterinnen im Kölner Brodell Pascha
Pascha Köln: Aus für Bordell wegen Corona
Pascha-Geschäftsführer Armin Lobscheid bestätigte dem EXPRESS: „Es ist irgendwie unvorstellbar, aber ich habe den Insolvenzantrag am Dienstag beim Amtsgericht eingereicht. Wir sind am Ende.“

Seit fünf Monaten herrscht wegen Corona tote Hose in den Puffs. Europas größtes Bordell, das Kölner „Pascha“, hat das nicht überlebt und stirbt den Corona-Tod. Das „Pascha“, das einst Millionen-Umsätze machte und in dem 120 Frauen täglich anschafften, hat am Dienstag beim Amtsgericht Köln Insolvenz angemeldet.

Pascha Köln: Aus für Bordell wegen Corona
Pascha-Geschäftsführer Armin Lobscheid bestätigte dem EXPRESS: „Es ist irgendwie unvorstellbar, aber ich habe den Insolvenzantrag am Dienstag beim Amtsgericht eingereicht. Wir sind am Ende.“
„Bulgarische Zuhälter nehmen ihren Prostituierten jetzt das ganze Geld ab. Nur für Zigaretten lassen sie ihnen etwas.“

Für das Rotlicht-Milieu dürfte die Pascha-Pleite ein Schock sein. Andere Clubs und Bordelle werden wohl bald ebenfalls am Ende sein, wenn es der Marktführer nun ist. Bei der Stadt Köln ist man nicht gerade erfreut, dass das „Pascha“ verschwindet. Denn der Kontakt zwischen den Ordnungsbehörden und dem Bordell war inzwischen sehr zuverlässig und vertrauensvoll.

„Meine Ansprechpartner bei den Behörden wollten das kaum glauben. Aber letztlich geht es darum, dass wir kein Geld mehr haben. Und dann bleibt uns nichts anderes übrig“, so Lobscheid.

Pascha an der Hornstraße in Köln: Sex-Flaute hält an!

Das „Pascha“ ist Mieter des Hochhauses. Was der Besitzer, die Timoste Appartementhotel Schildbach KG, nun mit dem weltweit bekannten blauen Hochhaus machen wird, ist ungewiss. Das Nutzungskonzept ist klar: Das Haus war schon immer ein Bordell. Doch als solches wird es kaum jemand derzeit mieten wollen, weil die Sex-Flaute noch Monate andauern könnte. Eine Genehmigung zur Nutzung als Hotel oder Flüchtlingsunterkunft ist eher unwahrscheinlich, da das Haus dann aufwendig umgebaut werden müsste.

„Wir müssen nun mit dem Insolvenzverwalter viele Fragen klären. Das Haus muss ja nun über den Winter beheizt werden, weil es sonst zu einer baufälligen Ruine verkommen würde. Das Haus kostet eben auch Geld, obwohl es zu ist.“
Nur zwei Liebesdamen wohnen noch vorübergehend in ihren Zimmern. „Sie wüssten sonst nicht, wo sie hinsollen. Man mag es nicht glauben, aber das Pascha war ein Stück weit ihr zu Hause“, so Armin Lobscheid.

Corona , Deutschland , Gesundheit , Köln

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