Sabrina Heurich

Das ist meine Oma Ilse, die heute Nacht im Alter von 77 Jahren verstorben ist😪
Dieses Foto ist letzte Woche an ihrem Geburtstag entstanden, als wir sie entgegen der aktuell geltenden „Corona-Maßnahmen“(ihr erinnert euch, maximal eine Person aus einem fremden Haushalt darf zu Besuch kommen) mit der ganzen Familie besucht haben.
Oma ist NICHT gestorben, weil wir sie mit Corona infiziert haben, sondern an einem Aneurysma im Darm.
Für viele mag das wahrscheinlich verblüffend sein, wenn ich mir so ansehe, welche beispiellose Panikmache hier im Moment abläuft und wie viele Leute auch noch Beifall klatschen, aber:
man stirbt sowieso an irgendwas!!!
Tatsächlich dachte ich, bevor wir nach Berlin aufgebrochen sind noch kurzweilig darüber nach, was ich im Falle einer Kontrolle als „triftigen Grund“ nennen sollte, wieso wir uns 15km über unseren Wohnort hinaus zu fünft aufhalten.
Ich möchte hier keineswegs leugnen, dass es das Corona-Virus gibt, auch nicht, dass es für bestimmte Personengruppen sehr gefährlich sein kann.
Hätte einer von uns auch nur einen Schnupfen gehabt, wären wir Oma vielleicht nicht unbedingt besuchen gefahren.
>>Hände waschen, im Supermarkt keinem in die Tasche krauchen und nicht unbedingt noch in der Gegend rum husten, wenn man krank ist halte ich durchaus für sinnvoll, aber das auch generell und vor Corona!!!!<< Aber hätte ich mich an die, aus meiner Sicht, vollkommen überzogenen Maßnahmen der Regierung gehalten, dann hätte Oma diesen, ihren letzten Geburtstag, allein in ihrer Wohnung verbracht statt mit Geburtstagstorte in Gesellschaft ihrer Enkel und Ur-Enkel. Als wir an diesem Tag zurück nach Hause fuhren, hätte ich nicht gedacht, dass ich Oma das letzte Mal lebend gesehen habe und auch jetzt ist es noch nicht wirklich in meinem Kopf angekommen, habe ich doch am Freitag erst nochmal mit ihr telefoniert und es schien alles in Ordnung zu sein. Ich möchte Omas Tod hier keineswegs instrumentalisieren...nur mich stimmt dieses Ereignis sehr nachdenklich. Wie viele ältere Menschen werden derzeit wohl einsam in ihren Wohnungen sitzen, jeder Tag gleicht dem Anderen. Oma sagte letzte Woche noch zu mir, dass sie sich über unseren Besuch freut, wenigstens mal ein Bisschen Abwechslung und wenn sie sowieso den Rest ihres Lebens eingesperrt sein würde, weil sie sich nicht impfen ließe, dann könnte sich ja auch gleich sterben. Wow. Well done liebe „Volksvertreter“👏 Kann das wirklich angehen, dass wir uns einsperren lassen, anstatt unser -wie ich gerade wieder einmal schmerzlich erfahren musste- manchmal sehr plötzlich, unerwartet und viel zu früh endendes Leben zu genießen? Ich persönlich möchte lieber meine Freunde treffen, unseren Kindern die Welt zeigen, mit meinem Mann romantisch essen gehen, Ausflüge ins Spaßbad oder in Vergnügungsparks machen anstatt 105 Jahre alt zu werden und die bis dahin noch verbleibenden ~80 Jahre in meinen eigenen vier Wänden zu verbringen. ...wenn ihr das auch so seht, dürft ihr das letzte Bild von meiner Oma gern teilen, vielleicht regt es ja Einige an, ihren eigenen Eltern/Großeltern nochmal einen schönen Tag zu machen, denn vielleicht sind auch ihre Tage bereits gezählt, ohne dass ihr es erwartet😪 Schlusswort: Auch wenn der Beitrag öffentlich ist, ist es kein Grund für respektlose Kommentare. Ich habe gerade meine geliebte Oma verloren und möchte hiermit nur zum Nachdenken anregen und keinen angreifen.

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